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GAP ... Animationsplanung

Jetzt werden sich viele fragen: "Wozu soll das denn gut sein?" ... "Sowas brauch ich nicht!"

Jeder der solche Gedanken hat, sollte sich entweder davon verabschieden oder animierte Grafiken vergessen. Denn ohne Planung funktioniert selbst die einfachste Animation nicht.
Zugegeben, bei sehr einfachen Animationen plant man die in Gedanken und kann dann gleich an die Verwirklichung gehen. Das funktioniert aber nur bei sehr simplen Teilen.

Welche Sachen müssen bei der Erstellung einer Animation berücksichtigt werden:

  1. Qualität der Animation (Anzeigezeit der einzelnen Frames)
  2. Abspieldauer der Animation (Anzahl der Frames)
  3. Dateigröße (Webtauglichkeit)
  4. Bildgröße (Benutzerfreundlichkeit)

Das sind nur die Grundlegenden Gedanken, die man sich machen muss. Jeder einzelne Punkt hat Auswirkungen auf alle anderen Punkte. Reduziert man z. B. die Qualitätsansprüche (100 ms statt 40 ms je Frame), dann braucht man bei gleicher Abspieldauer weniger Frames. Damit wird die Webtauglichkeit erhöht (kleinere Dateigröße) und natürlich auch die Benutzerfreundlichkeit gesteigert (kürzer Ladezeit). Dafür hat man dann einen deutlich "ruckelnden" Ablauf der Animation.

Man sollte sich hier etwas Zeit nehmen und einen für seine Zwecke vernünftigen Kompromiss finden. Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Überlegung ist die Anzahl der benötigten Frames. Diese Zahl wird in GAP gleich beim ersten Schritt benötigt.

Als nächstes muss man Überlegen, welche einzelnen Bilder benötigt werden, um die Animation zu erstellen. Dazu geht man am Besten so vor:

  1. was ist im Hintergrund (feststehend)?
  2. was bewegt sich auf diesem Hintergrund (animiert)?
  3. was verdeckt die Animation teilweise (feststehend und/oder animiert)?
  4. ... usw.

Beispiel:
Es soll eine Animation gemacht werden, die einen Raum mit Fenster darstellt. Das Fenster hat im unteren Drittel eine Scheibengardine. Durch das Fenster sieht man Schnee fallen und auf der Fensterbank steht eine Kerze, deren Flamme sich leicht bewegt.

Hier hätten wir folgende Bilder zu erstellen:

  1. Landschaftsbild, das durch das Fenster zu sehen ist (Hintergrund)
  2. Schneeflocken (werden über das Landschaftsbild animiert)
  3. Bild des Raumes mit dem Fensterausschnitt und der Scheibengardine und der Kerze ohne Flamme (statisches Bild)
  4. Bild der Kerzenflamme (wird als letztes Element animiert)

Jetzt haben wir die eigentlichen Elemente, die für die Animation gebraucht werden beisammen. Die eigentliche Bewegung (Schnee und Kerzenflamme) haben wir noch vollkommen ausser Acht gelassen. Es würde an dieser Stelle auch zu weit führen, die Bewegungsplanung zu besprechen. Dazu gibt es zu viele Möglichkeiten. Was man bei der Bewegung alles berücksichtigen muss, werde ich in den einzelnen Tutorien ausführlich darstellen.


Weiter geht es mit der "Animations-Vorbereitung"


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